· NWZ 2026

Viel helfen mit Erfolg: DRK zeigt wie

Auf der Kreisversammlung zieht der Kreisverband des DRK Bilanz – und zeigt, was das DRK alles macht und kann.

Kreis Göppingen - Fast 98-mal ist der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im vergangenen Jahr im Landkreis im Einsatz gewesen – am Tag. Genau 35.706 Einsätze waren es 2025, davon fast 14.000 Notfallrettungs-Einsätze, 6.450-mal waren Notärzte dabei. Dazu kamen über 15.000 Krankentransporte, heißt es in einer Mitteilung.

Auf der DRK-Kreisversammlung in den Räumen der Göppinger Volksbank wurde erstmal „Danke“ gesagt. Auch von der Politik, vom Göppinger Oberbürgermeister Alex Maier, der das Engagement des DRK „alles andere als selbstverständlich“ nannte. Lob gab es auch von Dr. Mariska Ott. Die Göppinger Landtagsabgeordnete der Grünen blickte in ihrem Grußwort zurück zu den Anfängen des Roten Kreuzes. „Der Göppinger Kreisverband ist ein außergewöhnlich starker Kreisverband“, sagte Klaus Pavel, Vizepräsident des DRK-Landesverbandes. Wichtige Zahlen hatte DRK-Kreisverbandspräsident Peter Hofelich dabei: Es gebe 12.598 Fördermitglieder des Kreisverbandes. 757 ehrenamtliche Mitglieder waren 2025 in acht Ortsvereinen aktiv, dazu 507 aktive Jugendrotkreuzler. Dazu kamen 429 hauptamtliche Mitarbeiter des DRK-Kreisverbands und seiner Tochtergesellschaften. 1.008 Patienten wurden vom ambulanten Pflegedienst des DRK versorgt, der Umzug in die neue Klinik gestemmt.

DRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Sparhuber hatte Informationen zu gleich drei Bauvorhaben dabei. Der Neubau der Notarztwache Göppingen-Öde werde im Herbst fertig. Für den Neubau der Rettungswache Bartenbach liege der Förderbescheid vor und in Schnittlingen geht die neue Interimswache gebaut schon Anfang Dezember in Dienst. Sorgen machen Sparhuber das GKV-Beitragssatzstabilitätsgesetz und das Pflegeneuordnungsgesetz. Wenn beide wie geplant kämen, stünden die Leistungserbringer im Rettungsdienst, und damit auch das DRK in Landkreis, vor „existenziellen Finanzierungsproblemen“. Die tariflichen Gehaltserhöhungen, die Leistungserbringer wie das DRK an ihre Mitarbeiter bezahlen, würden dann nicht mehr vollständig von den Krankenkassen gegenfinanziert. „Bei einer nicht refinanzierten Gehaltssteigerung von einem Prozent wären das für das DRK in Göppingen rund 120.000 Euro im Jahr“, sagte Sparhuber und machte klar, dass das DRK „nicht ansatzweise in der Lage ist, diese Lücke zu füllen“. Das Gesamtvolumen der Bilanz des DRK-Kreisverbands betrug im vergangenen Jahr 26,6 Millionen Euro und hat um eine Million gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Größter Ausgabeposten waren die Personalkosten mit fast 15,7 Millionen Euro. Ganz am Ende der Bilanz steht ein Gewinn von 70.244,41 Euro.