· NWZ 2026

Spiel, Spaß und spannende Einblicke

Ein gelungenes Fest mit spannenden Aktionen, Mitmachangeboten und einer Vielzahl interessanter Einblicke durften Familien am Sonntag rund um das Alb-Fils-Klinikum und das DRK-Gelände erleben.

"Möchtet ihr einen Luftballon?“ Schon der freundliche Empfang bringt Kinderaugen zum Strahlen. Was nun zuerst? Schminkstation, basteln, Buttons gestalten oder in der Teddybärenklinik das Kuscheltier verarzten lassen? Ein Steppke tut kund: „Ich will das Feuerwehrauto anschauen!“ Mit mehr als einem Kind wird der Nachmittag zur Herausforderung. Spielstraße, Basteln, Glücksrad, Quiz, Tattoostation, Klinikclowns, Therapie- und Rettungshundevorführung, Abseilen und Hüpfburg – die kunterbunte Angebotspalette, die der Förderverein der Kinderklinik, das SPZ, der DRK-Kreisverband Göppingen, die Jugendfeuerwehr Göppingen und das THW bieten, ist riesig. 

Alles zu nutzen, ist schier unmöglich. Ein mit nur zwei Anhängern leider etwas kurz geratenes Bimmelbähnchen verbindet, zur Freude der Kinder, den Weg zwischen Klinik und DRK-Gelände. Geduld beim Anstehen oder die Beine nutzen? Weit ist es nicht. Beim DRK können sich Kinder unter fachkundiger Anleitung abseilen, bei Mitmachaktionen spielerisch wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen kennenlernen und das Absetzen eines Notrufs praktisch üben. Beim Zeckenquiz gewinnen sogar Erwachsene neue Erkenntnisse. Zum Beispiel, dass die kleinen Biester auch in Weihnachtsbäumen sitzen, keinen Kopf haben und in ihrem drei bis fünfjährigen Leben nur drei Malzeiten brauchen. Eine Zeckenkarte zum Entfernen gibt es obendrauf. Auf Interesse stoßen auch die Präsentation der DRK-Drohnengruppe und die verschiedenen Einsatzfahrzeuge. Sich per Knopfdruck auf der Liege in einen Krankenwagen hieven lassen oder mal den Blaulichtschalter drücken dürfen – die Kinder haben ihre helle Freude. Und egal wo – überall beantworten die Ehrenamtlichen ihre Fragen und unzähligen „Warums“ mit Eselsgeduld.

Das DRK nutzt den Tag der offenen Tür auch, um verschiedene Angebote vorzustellen. Zum Beispiel das Kriseninterventionsteam der Psychosozialen Notfallsorge, das neuerdings Kindergärten und Schulen, die von den Guten Taten finanzierten „Trauerboxen“ zur Verfügung stellt, mit deren Hilfe Trauerfälle in Einrichtungen begleitet werden können. „Es ist leider viel zu wenig bekannt, dass die Boxen bei uns angefordert und ausgeliehen werden können“, weiß Ulrich Kienzle. Auch, dass es beim DRK ehrenamtliche Schlaganfallhelfer gibt, die begleiten, zuhören und unterstützen, wissen viele nicht. Die Besucher sind erstaunt, was das DRK neben dem Rettungsdienst alles leistet. „Das wusste ich nicht“, ist oft zu hören. Auch bei der Notfalldarstellungsgruppe, die dafür sorgt, dass Übungen unter möglichst realen Bedingungen stattfinden. Täuschend echt geschminkt simulieren sie Unfälle und medizinische Notfälle, damit Einsatzkräfte und Ersthelfer Sicherheit gewinnen. Mit Luftballons am Rucksack oder Handgelenk geht’s heimwärts. „Mama, wann ist das wieder?“ – „Vielleicht nächstes Jahr!“ Ein gelungener Nachmittag, der mit viel Engagement und Liebe zum Detail unter dem Motto „Gemeinsam stark“ gestaltet wurde.