· GZ 2026

Karte zeigt Defibrillatoren an

Eine interaktive Karte für den Kreis zeigt an, an welchen Orten sich Defibrillatoren befinden. Die Karte kann von der Integrierten Leitstelle bei Notfällen genutzt werden.

Eine sogenannte „DEFI-Map“ soll nun alle Standorte von bekannten Defibrillatoren im Landkreis auf einer Karte anzeigen, um eine bessere Notfallversorgung der Menschen zu gewährleisten. Darüber informiert der DRK-Kreisverband Göppingen in einer Pressenmitteilung.

Das Team der Integrierten Leitstelle (ILS), bei der Notrufe eingehen, setze die Karte unter bestimmten Voraussetzungen im Notfall ein. In der Karte sind zahlreiche Punkte eingezeichnet, die Peter Welsch und seine Mitarbeitenden von der Integrierten Leitstelle anklicken können und dann weitere Informationen erhalten. Die interaktiven Markierungen stellen Defibrillatoren dar, die für den gesamten Landkreis in einer Karte markiert sind und die exakte Position beinhalten.

Hinterlegt sind in der „DEFI-Map“ aber auch Fotos. So könne der Mitarbeitende demjenigen, der den Notruf abgesetzt hat, genaue Anweisungen geben. Aber nur, wenn geklärt sei, dass es sich um einen Herz-Kreislaufstillstand handelt und auch nur dann, wenn genügend Helfende am Notfallort sind. Ansonsten habe die Reanimation bei Herz-Kreislaufversagen absolute Priorität, wird in der Pressemitteilung klargemacht.

Die einzelnen Standorte der Defibrillatoren sind auch öffentlich unter www.ilsgp.de/defi-erfassung einsehbar. Zudem ist dort das Onlineformular zur Erfassung noch nicht gemeldeter Defi-Standorte abrufbar.

„Priorität im Notfall hat der Notruf in die ILS. Unsere erfahrenen Disponenten geben dann vor, was zu tun ist“, betont ­Peter Welsch. Es sei eine wahre Herkulesarbeit gewesen, der sich Andreas Bachmann in den vergangenen drei Jahren mit der Umsetzung der „DEFI-Map“ gestellt hatte. „Die Initiative geht aus einem Projekt zur Verbesserung der Reanimationsversorgung hervor, an dem neben neun weiteren Rettungsdienstbetreibern aus ganz Deutschland auch der DRK-Kreisverband Göppingen teilgenommen hatte“, erläutert der Leiter des DRK-Rettungsdienstes. Er habe Rathäuser, Banken, Lebensmittelmärkte und Vereine angeschrieben mit der Bitte, vorhandene Defibrillatoren zur Aufnahme in die Übersichtskarte zu melden. Und dabei festgestellt: „Es gibt Gemeinden, die sich der Bedeutung bewusst sind und die wie in Wangen flächendeckend und jederzeit zugänglich über Defibrillatoren verfügen.“ Andere Kommunen dagegen seien weiße Flecken auf der Landkreiskarte. Es gibt aber auch viele Vereine, Einzelhandelsmärkte und Firmen, die Defibrillatoren vorhalten. Grundsätzlich sei ersichtlich, dass städtische Bereiche besser versorgt seien als ländliche. Andreas Bachmann betont, dass mit dieser flächenmäßigen Erfassung „die Notfallversorgung der Menschen im Landkreis weiter verbessert wird“. Er weist darauf hin, dass der Landkreis Göppingen zu den Vorreitern in Baden-Württemberg gehört. Peter Welsch ergänzt: „In Bayern wird dagegen auf Landesebene eine entsprechende Erhebung durchgeführt.“